Wohnen in der Innenstadt, eine Renaissance?

Wohnen in der Innenstadt, eine Renaissance?

In dieser Studie wird nach den Ursachen und den Bedingungen einer feststellbaren Aufwertung der Innenstädte sowie innenstadtnaher Quartiere als Wohnstandorte gefragt (Teil I). Wesentliche Grundlage der Studie waren Bewohnerbefragungen in zwei innenstadtnahen Bereichen in München und Leipzig, die vergleichend dargestellt und analysiert worden sind (Teil II Fallbeispiele); der empirische Teil wurde durch die Darstellung eines Projektes zur Neubebauung einer innenstadtnahen Recyclingfläche mit Wohnungen in Hamburg ergänzt (Teil III). Die Studie schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse in Form von 14 Thesen. Dazu zählen die Erkenntnis, dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsplätze in der Stadt, Veränderung von Wohnleitbildern u.a.m.) die Basis der Wiederentdeckung des Wohnens in der Stadt durch die (gehobene) Mittelschicht ebenso wie ein verstärktes Interesse von Wohnungsunternehmen und Investoren am Wohnbau bilden. Weitere Ergebnisse sind u.a. der Umstand, dass der bisherige innerstädtische Wohnungsneubau (ausgerichtet an Ein- bis Zwei-Personen-Haushalten) nicht mehr dem Bedarf entspricht, da vorrangig Wohnraum ab 3-4 Zimmern nachgefragt wird sowie die Unterschätzung von Konflikten zwischen Wohnnutzung und gewerblicher Nutzung (auch durch Gaststätten, Urban Entertainment, Autolärm).

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Berlin: Difu 2005; 331 S.
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
A 631 103