Stadtzukünfte denken

Stadtzukünfte denken

In europäischen Stadtregionen treffen in verdichteter Form ökonomische, ökologische und soziale Ansprüche einer nachhaltigen Entwicklung aufeinander. Ziele, wie die Reduktion der Flächenversiegelung, die Sicherung der Lebensqualität und die verstärkte Beteiligung der Bevölkerung an politischen Entscheidungsprozessen müssen unter regional heterogenen Bedingungen realisiert werden und erzeugen vielfältige Konfliktlinien. Der Sammelband stellt zunächst Fragen in den Mittelpunkt, die empirisch bisher wenig untersucht wurden und beschreibt Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Perspektive von Praxis und Wissenschaft am Beispiel der drei Stadtregionen Leipzig, Wien und Hamburg. Was bedeutet Nachhaltigkeit vor Ort? Abschließend werden einige Thesen ausgeführt, etwa, dass die Folgen des demografischen Wandels auch Chancen für eine nachhaltige Entwicklung bringen können, dass regionaler Wettbewerb zwangsläufig Gewinner und Verlierer produziert, dass die europäische Stadt ein idealisiertes Entwicklungsmodell ist, dass nicht einfach Best Practice-Beispiele losgelöst vom jeweiligen stadtregionalen Kontext kopiert werden können, und dass Good Governance verbindliche, mittelfristig überprüfbare Nachhaltigkeitsziele braucht.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
München: Oekom-Verlag 2008, 216 S.
Jahr: 
2008
Bestellnummer: 
A 615 338