Reform der Pflegevorsorge in Österreich

Seit einigen Jahren sind in Österreich Organisationen – meist aus den östlichen Nachbarländern – tätig, die im Turnusdienst eine „24-Stunden-Betreuung“ für pflegebedürftige Personen in Privathaushalten anbieten. Diese Dienste finden zurzeit unter Umgehung der österreichischen Rechtsvorschriften statt. Im vorliegenden Beitrag werden der Hintergrund der Pflegedebatte, die finanzielle Dimension sowie die Möglichkeiten der Legalisierung einer bislang „schwarz“ angebotenen Betreuung zu Hause besprochen. Nach Ansicht des Autors entspricht das österreichische Hausangestelltengesetz am ehesten den nötigen gesetzlichen Regelungen und könnte als Basis für eine rechtliche Regelung der dauernden Altenbetreuung in Privathaushalten dienen. In weiterer Folge werden verschiedene Vorschläge zur Pflegeversorgung kommentiert.

erschienen in: 
Soziale Sicherheit 59(2006), 11, S. 445-453
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
3954