Planloses Schrumpfen?

Im Mai 2004 beschäftigten sich namhafte Experten mit dem Thema Schrumpfen als wesentlicher Bestandteil der Stadtentwicklung, wobei die drei Dimensionen der Planungskultur – Aufgaben und Gegenstände der Planung, rechtliche Formen als Rahmenbedingungen sowie Leitlinien für planerisches Handeln – im Mittelpunkt der Debatten standen. Das Grundverständnis über Schrumpfen bedeutet, dass der Rückgang, z.B. Bevölkerungsrückgang, räumliche Ausdünnung, beschrieben wird, jedoch dessen Auswirkungen auf Infrastruktur oder Funktionen sowie gesellschaftliche und soziale Anpassungsprozesse gestaltet werden sollten. Zu beachten ist, dass durch ungeplantes und ungesteuertes Schrumpfen eine Negativspirale einsetzt, die zu kommunalen Finanzproblemen, stagnierender Infrastruktur, verschlechternder Standortqualität, etc. führt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
DISP 41(2005), 161, S. 71-78
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3631