Mehr Effizienz sichert die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

Der Beitrag versucht den Nachweis, dass innerhalb der herkömmlichen Angebotspolitik die Effizienz des Systems des öffentlichen Verkehrs (ÖV) nur sehr begrenzt gesteigert werden kann. Mit zunehmender PKW-Verfügbarkeit nimmt der Einfluss der ÖV-Qualität auf die Verkehrsmittelwahl sukzessive ab, die Angebotspolitik verliert an Wirkung. Aufgrund siedlungsstruktureller Vorgaben können mit teuren Ausbaumaßnahmen nur wenig zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden. Durch institutionelle Reformen müssen die historischen Altlasten saniert und das System zukunftsfähig gestaltet werden. Der Beitrag versteht sich auch als Plädoyer für eine umfassende Systemreform des ÖV. Unverzichtbare Bestandteile dieser Reform sind die Festlegung eines Aufgabenträgers – sinnvollerweise, jedoch nicht zwingend – die Länder. Die Aufgabenträger müssen ihre Aufgaben auch wahrnehmen können. Die Reform des ÖV wäre dann gelungen, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen werden, unter denen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen Eigeninteresse an einem attraktiven, effizienten und qualitativ hochwertigen Angebot finden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Österreichische Zeitschrift für Verkehrswissenschaft 51(2004), 3-4, S. 12-22
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3519