Lehren aus Stuttgart 21 ziehen

Am 30. September 2010 kam es in Stuttgart zwischen DemonstrantInnen und der Polizei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Verletzten auf beiden Seiten. Drei Tage später nahmen mehr als 100.000 Personen an einer Protestdemonstration gegen Stuttgart 21 sowie das Vorgehen der Polizei und der Landesregierung teil. Proteste gegen Großprojekte wie Stuttgart 21 stellen keinen Einzelfall dar. Auch gegen Flughafenerweiterungen, den Neubau von Kraftwerken sowie den Ausbau von Autobahnen ziehen lokale Bürgerinitiativen ins Feld. Um die breite Unterstützung der Bevölkerung für ein Projekt zu gewinnen, muss – laut des Autorenteams – die Politik versuchen, überzeugende Antworten auf Fragen und Ängste der BürgerInnen zu geben. Weiters müssen die BürgerInnen frühzeitig und systematisch beteiligt werden. Zudem sollten Planungs- und Beteiligungsverfahren gestrafft und beschleunigt werden.

erschienen in: 
Stadt und Gemeinde interaktiv 66(2011), 4, S. 127-129
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
5264