Gender-Perspektiven in der Jugendwohlfahrt

Dem Beitrag liegt eine Studie aus 2007 zugrunde, die sich mit Gender-Perspektiven in der Tiroler Jugendwohlfahrt (Juwo) befasst. Qualitative Interviews und Gruppendiskussionen von betreuenden Einrichtung sowie Kinder und Jugendlichen waren die Grundlage für die Untersuchung. Als wesentliches Ergebnis zeigt sich, dass lediglich Geschlechterzuordnungen getroffen werden, woraus sich jedoch keine Rückschlüsse auf institutionelles Handeln und Wirkungszusammenhänge ziehen lassen. Weiters liegen blinde Flecke der Juwo v.a. bei der Arbeit mit den oft fehlenden Vätern. Der Vorlauf, wo sich Jugendliche in prekären Lebenssituationen befinden, dauert zu lange und genderorientierte Überlegungen aus Einzelfällen werden nicht in einen systematischen Gesamtzusammenhang gebracht.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Kontraste 2008, 8, S. 8-11
Jahr: 
2008
Bestellnummer: 
4388