Gebührenkalkulation im öffentlichen Sektor

Gebühren, die für Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge eingehoben werden (z.B.: Wasser, Kanal, Müll etc.) sollten kostendeckend sein. Gesetzlich ist in den einzelnen Leistungsbereichen auch ein Einnahmenüberschuss durch Gebühren erlaubt. Im vorliegenden Artikel wird erläutert, welche Elemente aus betriebswirtschaftlicher Sicht bei der kostendeckenden Gebührenkalkulation im öffentlichen Sektor zu berücksichtigen sind. Neben den laufenden Ausgaben sind dies die kalkulatorische Abschreibung, die kalkulatorischen Zinsen, die kalkulatorischen Wagnisse, die Verwaltungsgemeinkosten und die Rückstellungen. So soll sichergestellt werden, dass die Leistungen der Daseinsvorsorge nicht aus allgemeinen Steuermitteln quersubventioniert werden müssen. Kostendeckende Gebühren tragen somit zu einem ausgeglichenen Haushalt bei.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Recht & Finanzen für Gemeinden (2010), 4, S. 190-192
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
5061