Die Zukunft der EU-Strukturpolitik

Buchumschlag

Die Europäische Union ist durch ihre Erweiterung wirtschaftlich heterogener geworden. Zudem hat die Finanz- und Wirtschaftskrise mit ihren realwirtschaftlich gravierenden Folgen einige der ärmeren neuen EU-Mitgliedstaaten besonders hart getroffen. Die somit anhaltende ökonomische Divergenz sowohl zwischen den Staaten als auch zwischen den Regionen bleibt daher eine Herausforderung für die europäische Wirtschaftpolitik. Die Kohäsionspolitik wird wie alle anderen Ausgaben des EU-Haushalts zusammen mit der Einnahmeseite in die gegenwärtige umfassende Generalüberprüfung des EU-Finanzsystems einbezogen. Die vorliegende Studie will zu dieser Überprüfung durch Behandlung einer doppelten und interdependenten Fragestellung einen Beitrag leisten: Erstens wird untersucht, wo die Stärken und Schwächen des gegenwärtigen Systems liegen und welche Reformoptionen sich empfehlen. Zweitens sollen die budgetären Konsequenzen der verschiedenen Reformoptionen inklusive einer Fortschreibung des Status quos quantitativ durchleuchtet werden. Die budgetären Konsequenzen sind auch deshalb von Bedeutung, weil sie signalisieren, inwieweit auf Seiten der Geberländer finanzielle (in Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit) oder politische (in Hinblick auf die Zahlungsbereitschaft) Restriktionen verletzt werden könnten.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Baden-Baden: Nomos 2010, 264 S. (=ZEW-Wirtschaftsanalysen, Bd. 94)
ISBN: 
978-3-8329-5267-9
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
A-618-208