Die Ökonomisierung sozialer Dienste und sozialer Arbeit

Buchumschlag

Die im Verhältnis zur Anzahl der BezieherInnen immer knapper werdenden öffentlichen Mittel sollen möglichst effizient mit der höchstmöglichen potenziellen Wirkung eingesetzt werden. Dies führt zu wachsendem ökonomischen Druck, auch im Sozialbereich. In der vorliegenden Publikation wird dieser Prozess der zunehmenden „Verbetriebswirtschaftlichung“ des Sozialwesens kritisch reflektiert. Es werden aus der Sicht der AutorInnen Folgen einer derartigen Ökonomisierung sozialer Dienste dargestellt, die sich aktuell bereits abzeichnen. Es wird beispielsweise ins Treffen geführt, dass aus der gemeinschaftlichen Leistungserbringung von Staat und sozialen Organisationen zunehmend ein Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnis entsteht. Damit treten die Organisationen einerseits in den Wettbewerb zueinander und vollziehen andererseits einen organisatorischen Wandel zu sozialen Dienstleistern, die sich weniger gemeinwohlorientierten als eher ökonomischen Zielen unterordnen. Es werden auch die (negativen) Auswirkungen des wachsenden ökonomischen Drucks auf die Arbeitsbedingungen im Sozialwesen diskutiert. Die AutorInnen halten aber fest, dass diese Ökonomisierung zumindest aus der Sicht der Kostenträger auch zu positiven Ergebnissen geführt hat, nämlich niedrigeren Kosten für die erbrachten Leistungen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 2010, 2. unveränd. Aufl., 136 S. (=Grundlagen der sozialen Arbeit, Bd. 18)
ISBN: 
978-3-8340-0433-8
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
A-732-077