CAF 2013: Verwaltungsreform, die wirkt!

Illustration zu Quality

[November 2013] CAF (Common Assessment Framework) ist ein europäisches System zur Verwaltungsreform unter Einbeziehung der MitarbeiterInnen. Jetzt ist die deutsche Fassung des CAF-Anwendungsleitfaden 2013 erschienen. Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung ist CAF-Zentrum für Österreich begleitet öffentliche Organisationen bei den Verbesserungsprozessen.

Im Jahr 2000 wurde der Common Assessment Framework (CAF) von PraktikerInnen und ExpertInnen als Instrument des Qualitätsmanagements für die öffentlichen Verwaltungen entwickelt. Durch einen umfangreichen, standardisierten Selbstbewertungsprozess wird die jeweilige Organisation verbessert. Bisher wurde er europaweit von mehr als 2500 Organisationen eingesetzt. In Österreich gibt es aktuell 180 CAF AnwenderInnen.

Verbesserte Neuauflage

Im November ist die deutsche Fassung des CAF 2013 erschienen. Diese bietet vor allem sprachliche Verbesserung, sodass der Einsatz des CAF einfacher wird. CAF unterscheidet sich von herkömmlichen Verwaltungsreformen durch:

  • Fokus auf die Qualität der Organisation
  • Hohes Verständnis für Besonderheiten des öffentlichen Sektors
  • Europäische Leitlinien und Standards für „Gutes Regieren“
  • keine Einsparungen nach dem „Rasenmäherprinzip“
  • Einbeziehung der MitarbeiterInnen in den Reformprozess
  • Selbstbewertung anstelle von Fremdbewertung durch externe BeraterInnen

Der neue CAF

Diese Unterschiede machen den CAF attraktiv für langfristig wirkende Verwaltungsreformen. Die Verbesserungsvorschläge kommen direkt aus den einzelnen Organisationen. Sie entstehen also dort, wo das Wissen über Abläufe, Doppelgleisigkeiten und Schwachstellen vorhanden ist. Die Reformansätze zeichnen sich deshalb durch hohes Umsetzungspotenzial aus: z.B. Kooperationen von Gemeinden im Bereich Bausachverständige oder Bauhöfe; Gemeinsame Fahrerpools in Ministerien; Evaluieren und Reduzieren von Förderungen; Einrichten von Kompetenzzentren bei gleichzeitiger Reduktion von Außenstellen, schnellere und konfliktfreiere Genehmigungen von Betriebsanlagen; Hinterfragen und Reduzieren von Meldepflichten von Bezirkshauptmannschaften an Länder und Ministerien.

Diese Maßnahmen führen zu geringeren Personalkosten und Transferzahlungen, schnelleren und besseren Leistungen für die BürgerInnen und einer höheren Qualität der Verwaltung. Verwaltungsreform, die wirkt und nicht beim Benennen irrealer Einsparungsziele stecken bleibt.