360°-Feedback

Die Grundidee des 360°-Feedbacks liegt darin, dass entgegen der klassischen Personalbeurteilung nicht nur unmittelbare Vorgesetzte ein Feedback geben sollen, sondern beispielsweise auch Lieferanten und Kunden. Eine derart umfassende Form der Personalbeurteilung hat in erster Linie die Reflexion des eigenen Verhaltens, eine intensivere Kommunikation, die Entwicklung der Persönlichkeit und eine offene Führungskultur zu Ziel. Durch diese 360°-Beurteilung soll eine mehrdimensionale Diagnose für den Mitarbeiter zur Potenzial- und Entwicklungseinschätzung erstellt werden. Auf diese Diagnose hin kann eine – zum großen Teil eigenständige – Verhaltensänderung sowie Weiterentwicklung der persönlichen Stärken und Fähigkeiten initiiert werden. Verwaltungen, die sich selbst als offen, kommunikations- und innovationsfreudig einschätzen, setzen dieses Personalentwicklungsinstrument vermehrt ein. Im Übrigen ist das 360°-Feedback auch eine Maßnahme zur gelebten Kundenorientierung.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
WISU – Das Wirtschaftsstudium 34(2005), 4 S. 506-514
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3555